12 Stunden Turnier 2026

Die Oppenumer krönen sich beim zweiten 12-Stunden-Turnier in Kastellaun

Nach der gelungenen Premiere im Vorjahr war die Neuauflage versprochen – und gehalten: Am 9. Mai 2026 luden wir, der Schützenverein Wilhelm Tell Kastellaun, zum zweiten 12-Stunden-Turnier an die Bogenlinie. Von früh am Morgen bis in den späten Abend zählte vor allem eines: Ausdauer, Konzentration und der Spaß am gemeinsamen Schießen. Neun Teams mit insgesamt 25 Schützinnen und Schützen stellten sich der langen Distanz – und sorgten für einen Wettkampftag mit Spannung, Ehrgeiz und viel guter Laune.

Teams im Fokus – die Oppenumer gehen einen besser

Herzstück blieb auch in diesem Jahr die Mannschaftswertung. Und hier gab es eine besondere Pointe: Die Oppenumer, im Vorjahr noch knapp auf Rang zwei, setzten sich diesmal an die Spitze und gewannen mit 4048 Ringen das gesamte Turnier. Getragen wurde der Sieg von Martina Klapproth, Daniel Oßmann und Ben Gardt – ein Trio, das über den ganzen Tag erstaunlich konstant blieb.

Dahinter entwickelte sich ein enges Rennen um das Podium: Der BC Ophelia-Auroff sicherte sich mit 3958 Ringen den zweiten Platz, gefolgt von den Reha-Boys mit 3733 Ringen auf Rang drei.

Die weiteren Platzierungen:

Rang Team Ringe
1 Die Oppenumer 4048
2 BC Ophelia-Auroff 3958
3 Die Reha-Boys 3733
4 Seven Mountain Archers 3522
5 Voll daneben 3353
6 Flitzbogenpiepen 3199
7 Hexenschuss 2294
8 Zielwasser-Deluxe 2061
9 Mittelrheinjäger 1379

Bemerkenswert: Hexenschuss und Mittelrheinjäger traten jeweils nur zu zweit an und mussten den Rückstand auf die kompletten Dreierteams allein durch Mehrarbeit wettmachen – aller Ehren wert.

Einzelauswertung – Ben Gardt überragt

Auch wenn die Teamleistung im Vordergrund stand, lieferte die Einzelwertung den Gesprächsstoff des Tages. Gewertet wurde nach normierten Ringen (Ringe geteilt durch die Anzahl der geschossenen Durchgänge), damit alle Schützinnen und Schützen unabhängig von ihrer Schusszahl fair vergleichbar blieben.

Ganz oben thronte Ben Gardt (Die Oppenumer) mit einem normierten Schnitt von 342 – und das nicht nur auf dem Papier: Mit 1708 Ringen und sagenhaften 103 Zehnern stellte er in beiden absoluten Kategorien den Topwert des gesamten Turniers auf. Ein rundum überragender Auftritt.

Auf den weiteren Plätzen folgten Joscha Christ (BC Ophelia-Auroff, 323) und Emely Guckes (BC Ophelia-Auroff, 309), die ihrem Team auch das starke Mannschaftsergebnis bescherten. Dahinter reihten sich Franziska Ihle (Voll daneben, 307) und Vorjahressieger Daniel Oßmann (Die Oppenumer, 305) ein.

Die Top 10 der Einzelwertung:

Rang Name Team Normiert
1 Ben Gardt Die Oppenumer 342
2 Joscha Christ BC Ophelia-Auroff 323
3 Emely Guckes BC Ophelia-Auroff 309
4 Franziska Ihle Voll daneben 307
5 Daniel Oßmann Die Oppenumer 305
6 Thomas Siegrist Die Reha-Boys 301
7 Martina Klapproth Die Oppenumer 296
8 Lukas Diehl BC Ophelia-Auroff 295
9 Michael Hahn Flitzbogenpiepen 293
10 Markus Henke Seven Mountain Archers 292

Insgesamt gingen 25 Schützinnen und Schützen in die Einzelwertung ein – ein schöner Beleg für den sportlichen Anspruch, der trotz des ausgesprochenen Spaßcharakters in jeder Serie steckte.

Mut und Durchhaltevermögen – der jüngste Schütze überzeugt

Besonderen Respekt verdiente sich an diesem Tag Theo Hans (Mittelrheinjäger), der jüngste Teilnehmer im Feld. Erst seit Kurzem mit dem Bogen unterwegs, traute er sich gemeinsam mit Timo Hans als Zweierteam an dieses fordernde Format heran. Dass er das Turnier vorzeitig beendete, ist dabei mehr als verständlich – zwölf Stunden so konzentriert und so viel zu schießen, ist selbst für erfahrene Schützinnen und Schützen eine echte Kraftprobe. Umso bemerkenswerter ist, mit wie viel Einsatz und Ehrgeiz der Nachwuchsschütze bis dahin bei der Sache war. Genau dieser Mut, sich als Neuling einem solchen Marathon überhaupt zu stellen, ist das, was unser Turnier ausmacht. Hut ab vor dieser Leistung!

Bestes Wetter über zwölf Stunden

Die Bedingungen hätten kaum besser sein können: Ein warmer, sonniger Frühlingstag begleitete die Schützinnen und Schützen über die gesamte Distanz. Statt mit Regen und Kälte wie im Vorjahr hatten die Aktiven diesmal eher mit der Wärme zu kämpfen – ein Luxusproblem, das die Stimmung an der Linie nur noch besser machte und für einen rundum sommerlichen Turniertag sorgte.

Kulinarik und Teamgeist

Auch kulinarisch war das Turnier wieder ein Volltreffer. Den Auftakt machten die mittlerweile traditionellen belegten Brötchen, dazu sorgten selbstgebackene Kuchen der Vereinsmitglieder für süße Stärkung zwischendurch. Mittags gab es hausgemachte Currywurst mit Pommes – die nötige Grundlage für die lange Distanz. Und weil es so warm war, organisierten wir kurzerhand und ganz spontan noch Eis für alle. Eine willkommene Erfrischung, die an einem solchen Sommertag für strahlende Gesichter sorgte.

Helfer mit großem Einsatz

Ein solcher Turniertag steht und fällt mit den Menschen, die im Hintergrund anpacken. Am Veranstaltungstag selbst sorgte Johann für reibungslose Abläufe – und stand dabei gleichzeitig selbst an der Schießlinie. Tatkräftig unterstützt wurde er von Nicole, die sogar mit ihrem kleinen Baby vor Ort war, sowie von Tobias, Sascha und Franky.

Mindestens ebenso wichtig war die Arbeit, die lange vor dem 9. Mai geleistet wurde: Die gesamte Vorbereitung und Planung lag in diesem Jahr vor allem in den Händen von Julia – mit Unterstützung von Nicole. Gemeinsam kümmerten sie sich um die Kommunikation mit den Teams, den Auftritt auf Instagram und unzählige organisatorische Details.

Darüber hinaus gilt unser herzlicher Dank allen weiteren Helferinnen und Helfern, die – oft auch ganz spontan – mit angepackt haben, sowie allen, die mit einem selbstgebackenen Kuchen zum gelungenen Tag beigetragen haben. Es waren noch viele weitere fleißige Hände im Einsatz, die wir hier nicht alle namentlich aufzählen können – euer Beitrag ist deshalb nicht weniger wertvoll. Ohne diesen Einsatz im Vorfeld und vor Ort wäre ein 12-Stunden-Turnier in dieser Form nicht möglich – herzlichen Dank an euch alle!

Fazit: Aus der Premiere wird Tradition

Was 2025 als Experiment begann, hat sich 2026 endgültig als feste Größe im Vereinskalender etabliert. Spannung an der Spitze, ein verdienter Mannschaftssieg der Oppenumer und ein überragender Ben Gardt in der Einzelwertung – dazu Teamgeist, Ausdauer und gute Stimmung über zwölf Stunden hinweg.

Eines lässt sich schon jetzt sagen: Auf dieses Turnier ist Verlass. Wir freuen uns auf die nächste Auflage.